Okt

Man sollte meinen, dass der Full Tilt Poker Vorstand rund um CEO Ray Bitar jeden sich rettenden Strohhalm ergreifen würde, um den Pokerraum und die Marke Full Tilt Poker zu retten und den betroffenen Spielern die Möglichkeit zu geben, ihre nicht mehr vorhandenen Bankroll auszahlen lassen zu können. Der angebotene Deal mit der Group Bernard Tapie war zwar an einige nicht ganz leicht zu lösende Probleme und Bedingungen geknüpft, aber das war doch genau das, worauf Spieler und Full Tilt gewartet hat.

Und was macht Full Tilt? Anscheinend nicht viel. Der Bekanntgabe des Übernahmevertrages ist schon zwei Wochen alt, wurde aber seitens Full Tilt noch nicht einmal bestätigt. CEO Ray Bitar kümmert sich mehr um sein eigenes Geld, Howard Lederer und Chris Ferguson sind “verschollen” – für eine Abstimmung(welche für die Zustimmung des Vertrages eine Zweidrittelmehrheit erfordert) wurde noch nicht einmal ein Termin angesetzt.

Und nun? Es sieht nicht gut aus. Die Group Bernard Tapie steht kurz davor den Deal platzen zu lassen. Eine zuverlässige Quelle teilte der iGaming Post mit, dass demnächst eine Ankündigung über die Beendigung der Gespräche folgen wird. In Ermangelung an Alternativen für andere Investoren sieht es für Full Tilt sehr schlecht aus. Einzige Hoffnung scheint jetzt noch das Department of Justice zu sein, welches versucht so viele Gelder wie möglich sicherzustellen, um damit zumindest einen Teil der ausstehenden Auszahlungen zu realisieren.

Das das Full Tilt Management den Karren schon heftig in den Dreck gesetzt hat(aus Gier oder Unfähigkeit sei dahingestellt) war schon unverzeilich, jetzt aber mit Untätigkeit und Abwesenheit die einzige Rettung zu torpedieren, gerade jetzt wo alle Augen der Öffentlichkeit auf die Vorgänge gerichtet sind, ist unverständlich. Kritik muss sich jetzt auch der Lizenzgeber AGCC gefallen lassen. Der bekannte Pokerspieler Tony G erwägt, die Alderney Gambling Contol Commission zu verklagen. Angeblich hätte diese schon lang vorher über die Missstände Bescheid gewusst bzw Bescheid wissen müssen. Offensichtlich sind Kontrollen schlampig durchgeführt worden oder haben gar nicht stattgefunden – da fragt man sich, wofür man solch eine Kommission brauchen sollte. Die AGCC selbst möchte jetzt nach eigenen Angeben die “Prozesse überprüfen”, um möglichen Problemen zu erkennen und notwenige Verbesserungen durchführen zu können.

Für alle Full Tilt Spieler, welche bis jetzt gehofft haben, dass Full Tilt noch gerettet werden könnte, kann ich nur raten, sich beim Marktführer anzumelden und den $600 großen PokerStars Bonus mitzunehmen. Wer es aus Überzeugung ablehnt dort zu spielen, dem sei vor allem das iPoker Netzwerk mit dem größten aller Bonusse, dem 250% bis $2.000 Winner Poker Bonus empfohlen.


Okt

Diese Frage stellte sich heute die Seite PokerNewsBoy und präsentiert dazu einige interessante Zahlen. Zunächst sei erst einmal hinzugefügt, dass sich diese Zahlen ausschließlich auf die Staaten beziehen, trotzdem geben diese ein interessantes Bild ab. Im Kern geht es um eine Petition der Amerikaner, die Online Poker endgültig legalisieren soll – Legalize it!

Aber warum ist die Anteilnahme der Online Spieler so gering? Bisher haben ca 7.000 Leute diese Petition unterzeichnet – für die Legalisierung von Marijuana setzen sich über 100.000 Amerikaner ein.

Hier die Zahlen der einiger unterzeichnete Petitionen im Überblick:

  • - Legalisierung und Regulierung von Marijuana wie bei Alkohol 54,305
  • - Legalisierung, Regulierung und Versteuerung von Marijuana 16,516
  • - Stoppt die Beeinflussungen zu den Bemühungen der Hanf-Legalisierung 14,383
  • - Erlaubnis für den industriellen Hanf-Anbau 17,077
  • - Beendigung des “War on Drugs” 15,461
  • - Erlaubnis für die Bundesstaaten eigene Marijuana Gesetze zu verabschieden 10,673
  • - Erlaubnis der Marijuana-Behandlung für Kriegsveteranen mit posttraumatischen Belastungsstörungen  3,263

Zusammen mit weiteren Petitionen gab es allein in den letzten zwei Wochen über 60.000 neue Unterzeichnungen für die Legalisierung von Marijuana. Dagegen sehen die 7.000 Unterschriften für die Regulierung und Legalizierung von Online Poker geradezu mickrig aus.

Diese provokante Gegenüberstellung soll den amerikanischen Pokerspielern einen Ruck geben, sich mehr für ihr Hobby einzusetzen. Es gibt durchaus Bemühungen das Pokerspiel vor Gericht als “Skill-Game” und nicht als Glücksspiel bewerten zu lassen – dann könnte die gesamte Legalisierung wesentlich beschleunigt werden. Um aber ernst genommen zu werden, braucht es eine breitere Unterstützung durch die Bevölkerung.


Okt

Heute habe ich einen Tipp speziell für alle Einsteiger im Online Poker. Wer bisher begeistert mit Freunden oder bei Turnieren Live gespielt hat, nun aber auch online Pokern möchte, kann jetzt sogar mit einem geschenkten Startgeld seine Pokerkarriere beginnen. Auf der Seite www.pokerbankroll.com erhaltet ihr umfangreiche Informationen darüber, bei welchen Anbietern ihr euch Geld für den Start bei einem neuen Pokerraum besorgen könnt und was dazu alles nötig ist. Die Angebote für dieses gratis Startkapital können dabei sehr unterschiedlich ausfallen und zum Teil Vor- und Nachteile besitzen. Auf dieser Seite bekommt ihr einen guten Überblick über alle Angebote, so dass ihr schnell euer passendes Startgeld finden werdet.

Weiterhin könnt ihr euch auf pokerbankroll.com über die grundlegenden Strategien für Cash Games bzw für kleine und große Turniere informieren. Die einzelnen Artikel zeigen euch nicht nur, wie ihr in bestimmten Situationen eure Strategien anpassen solltet, sondern sogar auch wie ihr am geschicktesten euer Pokerkapital verwaltet. Wer es noch ein wenig genauer wissen möchte, sollte sich auch über die beste kostenlose Pokerschule informieren.

Besondern hervorzuheben ist an dieser Seite, dass das kostenlose Startkapital immer mit einer anständigen Poker Ausbildung in Verbindung gebracht wird. Aber gerade so macht es am meisten Sinn mit dem Online Poker zu beginnen – ihr bekommt eine kleine unverbindliche Starthilfe, lernt aber gleichzeitig profitabel Poker zu spielen. Ohne Poker-Kenntnisse sein Pokergeld verzocken kann jeder – ohne Spielpraxis Poker zu lernen macht auch kein Sinn. Erst die Kombination aus Beidem verspricht am meisten Erfolg.


Okt

Nach dem endgültigen Lizenzentzug durch die Alderney Gambling Control Commission sah es für einen Verkauf von Full Tilt gar nicht gut aus. Gerüchten zufolge hatten die bis dato unbekannten europäischen Investoren eine Übernahme von Full Tilt vom Erhalt der Lizenz abhängig gemacht. Umso überraschender kam kurz nach dem Entzug der Lizenz die Meldung, dass der Deal zur Übernahme bereits abgeschlossen sein soll. Der endgültige Verkauf ist trotzdem noch an einige Bedingungen geknüpft – vor allem auch an eine Neuerteilung der Lizenz.

Wie leicht sich die AGCC davon überzeugen lässt, nach einem kompletten Austausch den Managements(welches für das gesamte Missmanagement verantwortlich war) die Lizenz neu zu erteilen, bleibt abzuwarten. Der französische Investor Group Bertrand Tapie gab sich in einem Interview mit iGamingFrance.com zumindest sehr optimistisch. Wenn alles wie geplant verläuft, hofft man bereit Januar 2012 mit Full Tilt Poker wieder online gehen zu können.

Dies sollte vor allem die bisher geprellten Full Tilt Spieler freuen, da dieser Deal alle offenen Auszahlungen beinhaltet, die durch das riesige Finanzloch verursacht wurden. Positive Nachrichten gibt es auch von den US Ermittlungsbehörden. Diese gaben an, so viele Gelder wie möglich sicherzustellen und so weit wie möglich an die Spieler zurückzuzahlen. Allerdings wurde zu bedenken gegeben, dass dies unter Umständen mehrere Monate dauern kann. Nachdem Full Tilt Spieler aus aller Welt bereits seit 5 Monaten auf ihr Geld warten, dürfte diese Verzögerung nicht weiter ins Gewicht fallen – wichtiger ist, dass es überhaupt wieder Hoffnung gibt, etwas von seinem Geld wiederzusehen.

Der Investor gibt sich ebenfalls optimistisch, mit der alten Marke Full Tilt Poker wieder an alte Erfolge anzuknüpfen. Allerdings wird es schwer werden, das Vertrauen der Spieler wiederzugewinnen. Mit einem kompletten Austausch des Managements, besserer Kommunikation und mehr Transparenz ist man sich sicher, mit der hervorragenden Software und Spielangebot wieder zu den großen Playern im Online Poker Geschäft aufschließen zu können.

Nach dem schwarzen Freitag kam es unter den nicht betroffenen Pokerräumen zu einem regelrechten “Kampf” um die heimatlos gewordenen Spieler von Full Tilt, PokerStars, UB Poker und Absolute Poker. Während Full Tilt, UB und AP quasi tot waren, mussten bei PokerStars alle US Spieler gezwungenermaßen eine Alternative suchen. Die anderen Größen des Online Poker Geschäfts buhlten daraufhin mit stark verbesserten Bonusangeboten, Rake-Vergünstigungen oder einer Übernahmen des VIP Status der alten Online Pokerräume.

Während viele der Full Tilt Konkurrenten(iPoker-Räume wie Winner oder Titan, PartyPoker, 888 Poker) hohe Zuwächse an Spielern verzeichnen konnten, profitierte PokerStars trotz des Traffic-Verlustes von rund einem Viertel indirekt vom Wegfall Full Tilt Pokers. Auch wenn beim Branchen Primus die Spielerzahlen gesunken sind, verfügt man nun über 50% Marktanteil bei Echtgeldspielern(PokerStars.it und PokerStars.fr noch nicht mitgezählt). Außerdem besitzt man jetzt einen gehörigen Vorsprung zur Konkurrenz – die dichtesten Verfolger iPoker und PartyPoker liegen in ihren Marktanteilen bei jeweils unter 10%.


Sep

Nach dem Schwarzen Freitag hielt Full Tilt Poker wochenlang seine Spieler hin und konnte keine Auszahlungen realisieren. Während Konkurrent PokerStars innerhalb kürzester Zeit alle US Spieler ausbezahlen konnte, kamen bei Full Tilt auch bei Spielern außerhalb der USA die Auszahlungen zum Erliegen. Es wurden zusehends Gerüchte über Zahlungsschwierigkeiten laut, die zunächst mit gestohlenen Geldern und Problemen mit Zahlungsdienstleistern erklärt wurden konnten. Zusätzlich hielt das DOJ Konten mit ungefähr 125 Millionen Dollar gesperrt.

Das alles waren mögliche Probleme für eine Auszahlung der amerikanischen Spieler, aber es kam noch schlimmer. Wie die amerikanischen Ermittlungsbehörden um Staatsanwalt Preet Bharara veröffentlichten, wurden zwischen April 2007 und April 2011 über 443 Millionen Dollar von den Spielerkonten dazu benutzt, um Vorstandsmitglieder und Anteilseigner auszubezahlen. Diese Gelder sollten eigentlich als Rücklage für alle Spielerkonten vom operativen Geschäft unangetastet bleiben – dies wurde zumindest allen Spielern immer propagiert. Die Aussage der Staatsanwaltschaft, dass es sich bei Full Tilt anstatt eines Pokerraumes um ein Schneeball-System handelte ist zwar falsch und unangemessen, allerdings wurden alle Spieler massiv betrogen.

Von den $390 Millionen der weltweiten Spielerkonten sind nur noch $59 Millionen übrig. Jetzt erhofft man sich von einem Investor eine Finanzspritze, um die Spielerkonten auszahlen und den Spielbetrieb wieder aufrecht erhalten zu können. Der Vertauensverlust der Spieler in diesen Pokerraum ist aber enorm, ob ein Betrieb unter einem komplett neuen Management ein Neuanfang für viele ehemalige FT Spieler sein könnte ist fraglich. Zunächst sollten alle offene Gelder ausgezahlt werden wieder um eine Chance auf dem Markt zu haben.

Aber Full Tilt hat nicht nur sich selbst und den eigenen Spielern geschadet. Von diesem unerhörten Skandal wurde der Ruf des gesamten Online Pokers in Mitleidenschaft gezogen. Gern wurden in den Medien die(ungerechtfertige) Bezeichnung eines Schneeball-Systems aufgegriffen und solch ein großer Betrug beim Online Poker war ein gefundenes Fressen für jedes seriöse und unseriöse Blatt. Und überhaupt hatte man mit Full Tilt eine der profitabelsten und renomiertesten Pokerseiten überhaupt. Mit solche einer massive Bereicherung und Veruntreuung von Spielergeldern hatte niemand gerechnet. Den beteiligten Angeklagten wurden nun erst einmal die Konten gesperrt. Sollte der ein oder andere des Betrugs überführt werden, so könnte er außerdem mit seinem gesamten Besitz haftbar gemacht werden. Eventuell fließen hier wieder Gelder für die Auszahlung der Spielerkonten zurück.

Jetzt stehen 20 Anteilseigner und Vorstandsmitglieder unter Anklage, darunter auch prominente Namen wie Howard Lederer oder Chris Ferguson. Howard Lederer kam zuvor schon wegen seiner Beziehung zu Scott Lederer, einem der beiden Betreiber des Full Tilt Poker Stores, ins Gerede. Wie der Nachname schon vermuten lässt sind die beiden Verwandt Scott Lederer ist Howard Lederers Cousin. Über den Full Tilt Store wurden seit 2000 Millionen umgesetzt, ob dabei alles mit rechten Dingen zugegangen ist, ist zur Zeit noch unklar

Trotz aller negativen Aussichten halten sich die Gerüchte um einen Verkauf bzw um unbekannte Investoren. Die europäische Investorengruppe soll nach neuesten Gerüchten aus Frankreich stammen. Alles in Allem ist Full Tilt noch nicht verloren, diesem Pokerraum stehen aber schwere Zeiten bevor. Ob man die zu 888 Poker, PartyPoker oder PokerStars abgewanderten Spieler trotz einer möglichen Auszahlung wieder zurückgewinnen kann, bleibt fraglich. Nachdem die konkurrierenden Pokeranbieter mit zum Teil neuen Bonusangeboten(zb der $2.000 Winner Poker Bonus) oder mit Nachlässen und den Spielgebühren(zB PartyPoker) hart um diese Spieler gekämpft haben, bleibt abzuwarten inwiefern diese Spieler noch einmal einen weiteren Umstieg mitmachen wollen – vom Vertrauensverlust einmal abgesehen. Wir können gespannt bleiben, welches Konzept der neuen Betreiber vorlegen wird wenn es tatsächlich zu einem Verkauf und Neustart des Pokerraumes kommen sollte.