Man sollte meinen, dass der Full Tilt Poker Vorstand rund um CEO Ray Bitar jeden sich rettenden Strohhalm ergreifen würde, um den Pokerraum und die Marke Full Tilt Poker zu retten und den betroffenen Spielern die Möglichkeit zu geben, ihre nicht mehr vorhandenen Bankroll auszahlen lassen zu können. Der angebotene Deal mit der Group Bernard Tapie war zwar an einige nicht ganz leicht zu lösende Probleme und Bedingungen geknüpft, aber das war doch genau das, worauf Spieler und Full Tilt gewartet hat.
Und was macht Full Tilt? Anscheinend nicht viel. Der Bekanntgabe des Übernahmevertrages ist schon zwei Wochen alt, wurde aber seitens Full Tilt noch nicht einmal bestätigt. CEO Ray Bitar kümmert sich mehr um sein eigenes Geld, Howard Lederer und Chris Ferguson sind “verschollen” – für eine Abstimmung(welche für die Zustimmung des Vertrages eine Zweidrittelmehrheit erfordert) wurde noch nicht einmal ein Termin angesetzt.
Und nun? Es sieht nicht gut aus. Die Group Bernard Tapie steht kurz davor den Deal platzen zu lassen. Eine zuverlässige Quelle teilte der iGaming Post mit, dass demnächst eine Ankündigung über die Beendigung der Gespräche folgen wird. In Ermangelung an Alternativen für andere Investoren sieht es für Full Tilt sehr schlecht aus. Einzige Hoffnung scheint jetzt noch das Department of Justice zu sein, welches versucht so viele Gelder wie möglich sicherzustellen, um damit zumindest einen Teil der ausstehenden Auszahlungen zu realisieren.
Das das Full Tilt Management den Karren schon heftig in den Dreck gesetzt hat(aus Gier oder Unfähigkeit sei dahingestellt) war schon unverzeilich, jetzt aber mit Untätigkeit und Abwesenheit die einzige Rettung zu torpedieren, gerade jetzt wo alle Augen der Öffentlichkeit auf die Vorgänge gerichtet sind, ist unverständlich. Kritik muss sich jetzt auch der Lizenzgeber AGCC gefallen lassen. Der bekannte Pokerspieler Tony G erwägt, die Alderney Gambling Contol Commission zu verklagen. Angeblich hätte diese schon lang vorher über die Missstände Bescheid gewusst bzw Bescheid wissen müssen. Offensichtlich sind Kontrollen schlampig durchgeführt worden oder haben gar nicht stattgefunden – da fragt man sich, wofür man solch eine Kommission brauchen sollte. Die AGCC selbst möchte jetzt nach eigenen Angeben die “Prozesse überprüfen”, um möglichen Problemen zu erkennen und notwenige Verbesserungen durchführen zu können.
Für alle Full Tilt Spieler, welche bis jetzt gehofft haben, dass Full Tilt noch gerettet werden könnte, kann ich nur raten, sich beim Marktführer anzumelden und den $600 großen PokerStars Bonus mitzunehmen. Wer es aus Überzeugung ablehnt dort zu spielen, dem sei vor allem das iPoker Netzwerk mit dem größten aller Bonusse, dem 250% bis $2.000 Winner Poker Bonus empfohlen.